Immer wieder aktuell - Entblätterungsmaßnahmen im Weinberg

Dr. Matthias Petgen und Gerd Götz, DLR Rheinpfalz, Abteilung Weinbau und Oenologie

Viele Winzer haben die Vorteile, die eine termingerechte Teilentblätterung bringt, erkannt. In aller Regel überwiegen deutlich die Vorteile dieser Maßnahme und führen zu einer verbesserten Gesunderhaltung der Trauben bis zum Herbst und somit einer besseren Trauben- bzw. Weinqualität. Durch die Teilentblätterung in der Traubenzone trocknen die Trauben schneller ab und sind somit weniger botrytisgefährdet. Weiterhin verbessert sich die Applikationsqualität von Pflanzenschutzmitteln. Falls eine Handlese durchgeführt wird, kann durch eine vorherige Entblätterung diese Arbeitszeit annähernd wieder eingespart werden. Das Aromenspektrum sowie die Phenolgehalte der Trauben erfahren besonders bei roten Sorten in der Regel eine positive Veränderung in teilentblätterten Anlagen. Weiterhin kann es durch die höheren Temperaturen in den Beeren zu einem vermehrten Äpfelsäureabbau kommen, was in unreifen Jahrgängen zu harmonischeren Säurewerten führt. Gegen eine Teilentblätterung spricht eine höhere Anfälligkeit gegenüber Hagelschlag, verstärkter Sonnenbrand bei ungünstigen Entblätterungsterminen sowie der zusätzliche Arbeitszeit- und Kostenaufwand. Im vorliegenden Beitrag sollen einige Punkte beleuchtet werden, in dem Entscheidungshilfen für die praktische Umsetzung der Entblätterungsmaßnahmen im Weinberg gegeben werden.

Die qualitätsfördernde Teilentblätterung kann zu verschiedenen Zeitpunkten durchgeführt werden und ist auch abhängig vom Ziel, das dabei verfolgt wird. Hat vor allem die Erleichterung Des Ausdünnens und der Handlese Priorität, so sind spätere Maßnahmen zum Zeitpunkt "Weichwerden/Reifebeginn" praxisüblich. Soll der Effekt der verstärkten Verrieselung genutzt werden, so muss die Entblätterung unmittelbar um die Blüte erfolgen. Nach neueren Erkenntnissen kann durch eine Verminderung der aktiven Assimilationsfläche zur Blüte oder kurz danach die Durchblührate beeinflusst werden. Für die Befruchtung (Pollenschlauchwachstum, Ausbildung der Samenanlage) der Rebe wird sehr viel Energie benötigt. Diese wird zum einen über Reservestoffe aus dem Altholz bereitgestellt, zum anderen werden Assimilate (hauptsächlich Traubenzucker, der durch die Photosynthese im Blatt gebildet wird, und dessen Umwandlungsprodukte wie z. B. Aminosäuren) in die blühende Traube verfrachtet. Durch verminderte Energiebereitstellung (nasskalte Witterung) wird bekanntlich das Blüteergebnis negativ beeinflusst, die Traube verrieselt. Bei unseren heutigen sehr leistungsfähigen und mitunter überoptimal ernährten Reben ist ein verminderter Blütegrad durchaus vorteilhaft. Der geringere Fruchtansatz wirkt sich gemäß der Menge-Güte-Relation positiv auf die Qualität aus. Die Auflockerung innerhalb der Trauben beugt besonders bei kompakten Sorten und Klonen Botrytisinfektionen vor, die durch das Abquetschen von Beeren bei zunehmendem Dickenwachstum entstehen.

Kritisch sind Entblätterungsmaßnahmen, wenn die Beeren von der Zellteilungs- in die Zellstreckungsphase übergehen. Von nun an wird verstärkt Saft in die Zellen eingelagert. Die Spaltöffnungen schließen sich und die Möglichkeit der Selbstregulierung der Beerentemperatur durch Transpiration ist eingeschränkt. Die Beere ist also besonders empfindlich gegen Strahlung und Hitze. Häufig fällt diese Phase (Mitte Juli bis Anfang August) mit einer Hitzeperiode zusammen. So ist es nicht verwunderlich, wenn stärkere Eingriffe Sonnenbrand hervorrufen. Trockenstress wie im Jahr 2003 kann die Schäden noch verstärken. Spätere Maßnahmen sollten also moderat und auf der sonnenabgewandten Seite erfolgen. Entblätterungsmaßnahmen während der Reifephase (ab September) sind hingegen wieder unproblematisch, da die Temperaturen in der Regel nicht mehr so sehr ansteigen, dass Schäden zu befürchten sind. Die Botrytiswirkung ist jedoch nur noch eingeschränkt gegeben. Bereits stattgefundene Infektionen verlangsamen sich allenfalls. Vorteilhaft ist aber, dass angefaulte Trauben bei einer Vorlese besser erkannt und entfernt werden können. Gerade bei einer selektiven Handlese kann dies sehr nützlich sein, besonders, weil Arbeitszeit zur Lese sehr knapp ist.

Die Notwendigkeit und Intensität einer Entblätterungsmaßnahme hängt von sehr vielen Faktoren wie dem Erziehungssystem, der Wüchsigkeit, dem Lageeinfluss (Sonneneinstrahlung, Windeinfluss, Nebel) sowie den individuellen Sorten- und Kloneneinflüssen (Anfälligkeit gegen Mehltaukrankheiten, Kompaktheit der Traube, Säurestruktur, Sonnenbrandneigung) ab. Im Folgenden können einige verbindliche Regeln aufgestellt werden:

· je sonnenexponierter die Lage ist (Hangneigung, Hangrichtung), um so größer sind mögliche Risiken (Sonnenbrand, verstärkter Säureabbau), um so geringer ist aber auch die Botrytisgefährdung.
· Windoffene Anlagen, die gut abtrocknen, bedürfen weniger einer Maßnahme als windgeschützte Tallagen oder typische Herbstnebellagen.
· Vitale Anlagen auf tiefgründigen Böden, häufig am Hangfuß oder in der Ebene, sind für vorbeugenden Botrytisschutz und bessere Belichtung der Traubenzone dankbar.
· Besonders in überlasteten und schwachwüchsigen Anlagen sollte, falls überhaupt notwendig, nur vorsichtig entblättert werden. Das Blatt-Frucht-Verhältnis (s. o.) muss unbedingt im Auge behalten werden. Negative Auswirkungen durch unnötige Entblätterungsmaßnahmen betreffen sowohl die Traubenqualität (zu geringe Einlagerung von Zucker und Aminosäuren, Erhöhung des UTA-Potenzials) als auch die Rückverlagerung von Reservestoffen (Chloroseneigung und Kümmerwuchs im Folgejahr). Auch ältere Anlagen mit niedrigen Laubwandhöhen bedürfen meist keiner zusätzlichen Entblätterungsmaßnahmen, hier kann durch gute Ausbrech- und Heftarbeit mehr erreicht werden als durch nachträgliche Entblätterung.
· Durch Entblätterungsmaßnahmen kann regulierend in die Wüchsigkeit der Anlage eingegriffen werden. Durch Blattentnahme wird die Wüchsigkeit reduziert. Ein früher Zeitpunkt kurz nach der Blüte wird von der Rebe durch Neuzuwachs besser kompensiert als ein mittelspäter Eingriff ab Erbsengröße.
· Qualitätsbetonte Erziehungssysteme, die von Natur aus schon ein günstiges Blatt-Frucht-Verhältnis (BFV) aufweisen, reagieren auf Entblätterungsmaßnahmen i. d. R. positiv. Vorteilhaft ist die Flach- und die gestreckte (flache) Halbbogenerziehung mit hohen Laubwänden. Kurz- und Schnabeltriebe wurden bereits entfernt. Gerade bei der Flachbogenerziehung kann durch das Entfernen von 1 bis 2 Blättern am Trieb schon ein vorbildliches Ergebnis erzielt werden. Blätter an noch vorhandenen Kurz- und Schnabeltrieben sollten auf Grund des unzureichenden BFV unbedingt belassen werden.
· Werden gleichzeitig starke Ausdünnungsmaßnahmen durchgeführt, so kann durchaus stärker entblättert werden, gerade Rotweinsorten reagieren mit deutlichen Qualitätssprüngen.
· Mehrmalige moderate Entblätterungsmaßnahmen sind sinnvoller als ein einziger starker Eingriff. Die Sonnenbrandgefahr wird reduziert und die Beerenschale kann sich leichter den veränderten Bedingungen anpassen.
· In feuchteren Jahren sollte stärker eingegriffen werden, in Trockenjahren sollte sich die Maßnahme auf das Entfernen vergilbter Blätter in der Traubenzone beschränken.

Die Versuchsergebnisse aus dem Jahr 2004, die am DLR Rheinpfalz durchgeführt wurden, zeigen, dass durch die maschinelle Entblätterung zur Blüte die Ertragssenkung nicht nur auf den physiologischen Effekt zurückgeführt werden kann. In einer Riesling-Anlage wurde sowohl mit der Hand als auch maschinell entblättert. Der Verrieselungsgrad, der ca. 2 Wochen nach der Blüte bonitiert wurde, lag in der maschinell entblätterten Variante höher (vgl. Abbildung 1). Dies wird darauf zurückgeführt, dass beim Arbeiten mit dem Laubsauger auch Gescheine teilweise entfernt wurden. In der Regel wurden nur die Traubenspitzen abgetrennt, Reste vom Geschein blieben erhalten und konnten sich normal entwickeln. Die Trauben waren allerdings kleiner und lockerbeeriger. Das Boniturergebnis wird durch die Ernteresultate aus Abbildung 2 bestätigt, denn in beiden Riesling-Anlagen (I und II) waren die Erträge in den maschinell entblätterten Varianten deutlicher reduziert als in den Varianten, in denen manuell entblättert wurde. Erfolgversprechendes Ausdünnen mit dem Laubsauger ist nach Walg (2004) bis zum Stadium Schrotkorngröße (ES 73) möglich. Die Trauben sind noch relativ klein und stehen ab, sodass sie leichter von dem Messer erfasst werden können. Zudem besteht in diesem frühen Entwicklungsstadium nicht die Gefahr von Botrytisinfektionen durch Verletzungen. Speziell zur frühen maschinellen Ausdünnung wurde ein Entlauber von Ero eingesetzt, bei dem die Abstände der Abweisstäbe von 4 cm auf 6 cm erweitert wurden. Damit konnte das Erfassen der Trauben verbessert werden. Im Durchschnitt erzielte Walg eine Ertragsreduzierung von 18% mit einer Mostgewichtssteigerung von 2,5 °Oe.

Abbildung 1: Einfluss früher Entblätterungsmaßnahmen (ES 68) auf den Verieselungsgrad (0 = keine Verrieselung bis 9 = starke Verrieselung) bei verschiedenen Sorten, Juni, 2004)



Abbildung 2: Einfluss früher Entblätterungsmaßnahmen (ES 68) auf Ertrag und Mostgewicht bei verschiedenen Sorten, 2004)


Tabelle 1: Einfluss verschiedener Entblätterungsmaßnahmen auf Mostgewicht,
Säure sowie die Stickstoffgehalte im Most bei der Rebsorte Riesling (10/2004)

Variante
Mostgw
(°Oe)
Ertragkg/a
GS
g/L
Aminosticks.
(FAN)1(mg/L)
Ammonium
(mg/L)
Ges.Stick-
Stoff (mg/L)

Kontrolle
84
109,9
10,9
156
109
255
Masch. Entblätt. 2,3
87
99,9
10,1
140
90
222
Handentblätt.2
87
131,0
11,1
128
91
216
1 gemessen nach der NOPA-Methode [hefeverwertbare Aminosäuren ohne freies Ammonium; als Minimum für die Hefeversorgung wird ein Wert von 150 mg/l angenommen]; 2 ES 68, 3Gerät Galvit der Fa. Siegwald

In einer Spätburgunder-Anlage, die in 2004 zum Stadium Vollblüte beidseitig mit dem Gerät Galvit der Fa. Siegwald entblättert wurde, lagen die Mostgewichte deutlich unter der nicht entblätterten Kontrolle. Die Mostgewichtsdefizite waren bereits zu Beginn der Reifemessung Anfang September erkennbar. Das beidseitige intensive Entblättern, was durch die Einstellung der Druckluft von 1,0 bar hervorgerufen wurde, ließ die Assimilationsfläche soweit absinken, dass es zu Mostgewichtseinbußen gekommen ist. Weiterhin auffällig war ein erhöhter Stiellähmebefall in der entblätterten Variante. Außerdem verringern sich bei intensiven Entblätterungsmaßnahmen in vielen Fällen die Gehalte an hefeverwertbarem Stickstoff (vgl. Tabelle 1). So konnten bei Entblätterungsmaßnahmen bei Riesling sowohl durch manuelle als auch maschinelle Entblätterung in der abgehenden Blüte niedrigere Aminostickstoff- und Gesamtstickstoffgehalte festgestellt werden. Die Konsequenz können Gärschwierigkeiten sein, die in den aktuellen Versuchen allerdings nicht beobachtet werden konnten. Demgegenüber konnte in der Riesling-Anlage ein leichter Anstieg im Mostgewicht von 3°Oe beobachtet werden. Im Rahmen der UTA-Problematik kann somit auch die Teilentblätterung als eine Ursache für die Entstehung von UTA aufgeführt werden. Durch eine Freistellung der Traubenzone erhöht sich die UV-Strahlung in der Pflanze, die zu physiologischem Stress führen kann. Daraus resultiert eine Erhöhung der Indolessigsäure, die wiederum mitverantwortlich ist bei der Entstehung der UTA. Eine zu starke Entblätterung kann den Gehalt an hefeverwertbarem Stickstoff reduzieren, was zu Gärstörungen und möglicherweise zu UTA führen kann. Bei zu später Entblätterung (Ende August) kann es zu Mostgewichtseinbußen sowie zur Minderung der für die Gärung sowie die sekundäre Aromastoffbildung wichtigen Aminosäuren in den Beeren kommen. Sinnvoller wäre dann das Entfernen von 2-3 älteren, eventuell bereits leicht vergilbten Hauptriebblättern an den Langtrieben. In teilentblätterten Weinbergen wurden in den Mosten verringerte Gehalte an hefeverwertbarem Stickstoff im Form von bestimmten Aminosäuren gefunden. Eine Erklärung hierfür ist die Tatsache, dass bei normaler Abreife der Blätter bestimmte N-Verbindungen aus den Blättern in das Holz rückverlagert werden, bevor die Blätter abfallen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine starke Entblätterung der Traubenzone durchaus zu physiologischem Stress der Rebe führen kann. Die Folge sind UTA-Töne in den Weinen. Eine moderate Entblätterung, wie sie vielfach in der Praxis durchgeführt wird, stellt allerdings keinen großen Eingriff für den Rebstock dar. Die positiven Effekte überwiegen.

Was kosten Entblätterungsmaßnahmen
Der Arbeitszeitsaufwand für die Teilentblätterung hängt davon ab, wie intensiv die Entblätterung vorgenommen wird. Für eine einseitige praxisübliche Teilentblätterung wird von einem Arbeitszeitbedarf von 40-60 Akh/ha ausgegangen. Bei einem Lohnansatz von 8 €/Akh für Aushilfskräfte muss mit Kosten in Höhe von 320-480 € gerechnet werden. Bei Aushilfskräften ist Verpflegung, pauschale Lohnsteuer etc. enthalten. Bei einem Lohnansatz von 15 € (Betriebsleiter, Fachkräfte) muss von Kosten von 600 (40 Akh/ha) bzw. 900 (60 Akh/ha) ausgegangen werden.

Tabelle 2: Kosten der manuellen Entblätterung

40 Akh/ha60 Akh/ha
8 € /Akh
15 € / Akh/ha8 € /Akh15 € / Akh/ha
Arbeitskosten
320
600480900
Kosten je l:
bei 10.500 l/ha
0,03
0,060,050,10
bei 8.000 l/ha
0,04
0,080,060,12

a) Maschinelles Entblättern
Der Arbeitszeitbedarf für das maschinelle Entblättern wird im wesentlichen von der Fahrgeschwindigkeit beeinflusst. Für die einseitig arbeitenden Geräte liegt der Arbeitsaufwand für eine doppelseitige Entblätterung der Traubenzone bei ca. 6-8 Stunden/ha. Bei nur einseitiger Entblätterung reduziert sich der Arbeitszeitbedarf auf ca. 3-4 Akh/ha.

Tabelle 3: Kosten der maschinellen Entblätterung
(Anschaffungskosten: 5000 €)

AfA 10 Jahre 500 €
Verzinsung 6% v. ½ Neuwert 150 €
Unterbringung 100 €
_______________________________________
Summe Festkosten 750 €

Gesamtkosten je ha
Einsatzfläche
5 ha
10 ha
15 ha
20 ha
Fixkosten
160
80
53,3
40
Variable Kosten1
102,7
102,7
102,7
102,7
Gesamtkosten/ha
262,7
182,7
156
142,7
1 4 Akh/ha; Entlohnung 15 €/Akh; var. Schlepperkosten 6,38 €/h, Reparaturkosten 2 €/h

Der Kostenvergleich zeigt deutlich, dass das maschinelle Entblättern kostengünstiger ist als die Handentblätterung. Selbst bei 40 Akh/ha und einer Entlohnung von 8 €/Akh hat die maschinelle Entblätterung immer noch Kostenvorteile. Allerdings kann bei der manuellen Entblätterung individuell auf den einzelnen Stock eingegangen werden. So können beispielsweise abgefallene dürre Blätter entfernt werden, die von den Laubsaugern nur unzureichend erfasst werdern. Weiterhin entstehen durch die Handentblätterung weniger Verletzungen an den Trauben.

Wenn Handlese erfolgt, kann ein Teil der aufgewändeten Arbeitszeit wieder eingespart werden. So konnte Uhl (1997) bei der Rebsorte Kerner eine durchschnittliche Einsparung von 30-40 Akh/ha feststellen, sofern die Rebzeilen vorher beidseitig entblättert wurden. Ebenso kommt es bei einer maschinellen Entblätterung zu einer erheblichen Arbeitszeitreduzierung bei später ausgeführten Ausdünnmaßnahmen. Die Zeiteinsparung betrug bei Portugieser und Spätburgunder 20 bzw. 25% (Walg und Bamberger, 1994). Die Argumentation zeigt, dass der Zeitbedarf für Entblätterungsmaßnahmen im Weinberg, ob manuell oder maschinell durchgeführt, arbeitswirtschaftlich zum Teil wieder ausgeglichen werden kann.
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